Der große historische Festumzug am 18. Juni 2017


Der historische Festumzug formiert sich auf der Börnichener Straße, die für diesen Zweck komplett gesperrt wird. Um 14.00 Uhr setzt sich der Umzug in Bewegung und wird den gesamten Ort bis in das Niederdorf durchqueren.

Der Festumzug wird angeführt durch:

  • die „Rieser Trachtenkapelle“ aus Unterschneidheim
  • dem Ortsvorsteher Jörg Reichel
  • dem Oberbürgermeister Arne Sigmund und den Herren des Ortschaftsrates gemeinsam mit den Vertretern aus der Partnergemeinde Unterscheidheim

Die Bilder des Festumzuges werden im weiteren Verlauf musikalisch begleitet durch:

  • die Witzschdorfer Blasmusikanten der Freiwilligen Feuerwehr Witzschdorf
  • die Bergkapelle der Bergbrüderschaft Pobershau
  • die Schallmeienkapelle Steinbach

Den historischen Teil des Festumzuges kündigt ein Trommler an.


Bild 1 - Gründung und Besiedlung von Krumhermersdorf

Hinter zwei herrschaftlichen Reitern fahren Cornelius von Rüxleben und seine Frau in herrschaftlicher Kutsche. Der Kutsche folgen die ersten Siedler samt Familien.

 

Obwohl die erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1369 datiert wird,  geht bereits eine erste Erwähnung der Krumhermersdorfer Kirche auf das Jahr 1292 zurück. Im Zuge der Reformation, die in diesem Teil Sachsens 1539 Einzug hielt, wurde Krumhermersdorf eigenständige Parochie. 1567 erhielt Cornelius von Rüxleben, Jägermeister Augusts von Sachsen, den Ort, der nun Krummenhermsdorf genannt wurde.


Bild 2 - Beginn des Bergbaus

Auf einem Festwagen, dem Bergknappen folgen, wird der Altbergbau dargestellt.

Im 15. Jahrhundert entdeckte man auf der Flur des Ortes nahe dem Fluss Zschopau Silbererz. Die "Heilige-Dreifaltigkeits-Fundgrube" in Zschopau war über viele Jahrhunderte hindurch der bedeu­tendste Bergbau in und um Zschopau. Die Grube erstreckt sich vom gleichnamigen Fluß vorwiegend im dunklen Glimmerschiefer auf einer Länge von etwa 900 m von der Zschopau bis in das Krumhermersdorfer Gansbachtal.


Bild 3 - Rechtsprechung im Mittelalter

Den berittenen Söldnern folgen geknechtete Gefangene und Getriebene. Dargestellt wird eine Hexenverbrennung. Die Hexenverbrennung auf dem Scheiterhaufen war das meist angewandte Hinrichtungsverfahren im Mittelalter. Es ging schnell, war qualvoll, effektiv und man bot der Bevölkerung ein extremes Abschreckungsbeispiel und gleichzeitig ein großes Spektakel.


Bild 4 - Not und Elend durch den 30-jährigen Krieg und die Pest

Reiter und Söldner sollen die Unterdrückung der Bevölkerung darstellen. Die Bevölkerung leidet an den Folgen des Krieges.

 

Das älteste Kirchenbuch des Ortes (ab 1613) berichtet, dass Krumhermersdorf im Dreißigjährigen Krieg durch die Soldaten des Generals Holck völlig zerstört wurde. Unmittelbar dadurch oder an einer folgenden Pestepidemie kamen damals 700 Einwohner (ca. 90 %) um.


Bild 5 - Kirchenbau 1756

Das Modell der Kirche auf einem Festwagen, dem die Mitglieder des Kirchenvorstandes folgen, und der Posauenchor sollen an den Kirchenbau erinnern. Die jetzige Kirche wurde in ihrer ursprünglichen Form 1756 erbaut.


Bild 6 - Wildschütz und "Volksheld" Karl Stülpner

Das Bild zeigt Karl Stülpner, seine Gefährten und Soldaten des königlich-sächsischen Infantrieregiments.

Die Darstellungen seiner Lebensgeschichte in Erzählungen, Romanen, volkstümlichen Theaterstücken und schließlich Verfilmungen haben zu einer umfangreichen Legendenbildung geführt und dazu beigetragen, dass Stülpner im sächsischen Erzgebirge noch heute als Volksheld angesehen und gelegentlich als „sächsischer Robin Hood“ bezeichnet wird.


Bild 7 - Beginn und Entwicklung der Strumpfindustrie

Auf einem Festwagen und durch die Begleitung von Frauen und Männern als Strumpfwirker und Fabrikant werden der Beginn und die Entwicklung der Strumpfindustrie in Krumhermersdorf dargestellt. Gezeigt wird auch die Nachbildung der Innungsfahne der Kumhermersdorfer Strumpfwirker.

Nach 1700 ließen sich die ersten Strumpfwirker im Ort nieder. Dieses in Heimarbeit betriebene Gewerbe entwickelte sich neben der Landwirtschaft nach und nach zum Haupterwerb der Krumhermersdorfer.

Der Verdienst war jedoch schlecht, denn die Heimarbeiter waren meist gezwungen, Materialkauf und Verkauf über Verleger abzuwickeln. Im 19. Jahrhundert bauten diese Verleger Strumpffabriken, wodurch die uneffektive Heimarbeit aufhörte. Eine Absatzkrise führte 1888 zur zeitweiligen Schließung der Krumhermersdorfer Strumpffabriken. Zur sozialen Absicherung der betroffenen Arbeiter ließ die Gemeinde vier Wochen unentgeltlich Essen ausgeben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Krumhermersdorf drei Strumpffabriken.


Bild 8 - Ortsteile Ganshäuser und Feldgüter

Auf Festwagen werden die Ortsteile Ganshäuser und Feldgüter dargestellt.

Die beiden Ortsteile sind geprägt durch landwirtschaftliche Entwicklung. Während der Ortsteil Feldgüter heute durch den Standort der Agrarprodukte GmbH Krumhermersdorf, als Betriebsteil  der Bauernland AG Großolbersdorf, noch landwirtschaftlich geprägt ist, erlangte der Ortsteil Ganshäuser seine Bekanntheit wesentlich aus der Lage an der ehemaligen Salzstraße und heute als wichtige Zufahrt zum Klinikum „Mittleres Erzgebirge“ und zur Stadt Stadt Zschopau.


Bild 9 - Bau der Talsperre Neunzehnhain


Bild 10 - 1. Weltkrieg und Folgen


Bild 11 - Die „Goldenen Zwanziger Jahre“


Bild 12 - 2. Weltkrieg und Folgen


Bild 13 - Bildung und Schule, Kindergarten


Bild 14 - Bau Freibad


Bild 15 - Handel und Gewerbe


Bild 16 - Freiwillige Feuerwehr, technische Entwicklung


Bild 17 - Landwirtschaft


Bild 18 - Friedliche Revolution


Bild 19 - Vereine


Bild 20 - Partnergemeinde Unterschneidheim


Teilnehmende Musikkapellen

  • Rieser Trachtenkapelle Unterschneidheim
  • Bergkapelle Pobershau
  • Schalmeienkapelle Steinbach
Festumzug 1967
Festumzug 1967